Leonie Menzel wird U19-Europameisterin

In einem souveränen Rennen gewann Leonie Menzel vom Ruderclub Germania Düsseldorf mit Partnerin Tabea Kuhnert aus Magdeburg im Doppelzweier die Goldmedaille bei den U19-Europameisterschaften. Erst kürzlich zusammen gesetzt, konnte im Finale keine der Gegnerinnen annähernd mit dem deutschen Team mithalten.

Im Vorlauf und im Halbfinale siegte das Duo aus Düsseldorf und Magdeburg bereits, ohne die volle Leistung zeigen zu müssen. „Die Beiden haben kontrolliert gewonnen und sind nicht an ihre Belastungsgrenze gegangen“, so RC-Trainer Marc Stallberg. Im Halbfinale belegten die Boote aus Italien und Großbritannien die Plätze zwei und drei und qualifizierten sich ebenso für das Finale. Das andere Halbfinale war mit etwa zwei Sekunden schneller, aber auch hart umkämpft. Die Doppelzweier aus Dänemark, Irland und Tschechien schafften dort den Einzug in den Endlauf.

Halbfinale

 

Wenige Stunden nach dem Halbfinale ging es im A-Finale um die Medaillen. Dass Leonie Menzel  und Tabea Kuhnert Energie sparen konnten, half ihnen somit sehr. Dennoch war die Einschätzung schwierig, im Finale wurden die Karten noch einmal ganz neu gemischt. Es lief für das deutsche Duo vom Start an sehr gut und bis zur Ziellinie wurde ihnen der erste Platz nie streitig gemacht. Der Weg war frei für die Goldmedaille.

Leonie Menzel hatte mit mehr Gegenwehr gerechnet: „Wir haben gedacht, dass es eng werden würde. Wir sind am Start schnell raus gekommen und sind einfach weiter gefahren.“ Den Vorsprung konnten die Beiden zwischenzeitlich auf gut zwei Längen ausbauen. Auch am Ende des Rennens konnte ihnen niemand mehr gefährlich werden, dennoch legten sie noch einen Endspurt hin und kamen mit 4,2 Sekunden Vorsprung vor Irland ins Ziel. Bronze ging an die Juniorinnen aus Italien.

Im Vorfeld der Europameisterschaften war eine Einschätzung der Gegnerinnen für Marc Stallberg und seine Athletinnen schwer möglich. „Umso schöner ist es, dass die Beiden so souverän gefahren sind“, freute sich der Gold-Trainer. Auch die Leistungssportvorsitzende Kathrin Schmack war begeistert: „Das war mehr als dominant, ich freue mich sehr für Leonie.“ Vor allem ist es schön zu sehen, mit wie viel Freude die 18-Jährige dabei ist. „Es freut mich zu sehen, wie sie den Sport mit so großer Leidenschaft ausübt. Und sie wird immer souveräner.“

Finale

 

Nun gehen Leonie Menzel und Tabea Kuhnert vorerst wieder getrennte Wege. Beide bereiten sich im Einer auf den zweiten Kleinboottest vor, der in knapp zwei Wochen in Hamburg stattfindet. Die EM war zum Start der Saison 2017 somit ein (sehr schöner, besonders erfolgreicher) aber auch „nur“ ein erster Schritt in Richtung U19-Weltmeisterschaften. Die Germanin wird sich also gleich nach dem EM-Gold wieder in das Training im Einer begeben.

Siegerehrung

 

Text: Maren Derlien
Videobearbeitung: Hermann Höck
Video: Sportdeutschland.TV