Tour de Ruhr – zum x-ten Mal

Wie oft wir die Ruhr gefahren sind – wahrscheinlich wissen wir das gar nicht mehr so genau. Aber dieses Mal war es wohl eine der schönsten Touren. 

Ursprünglich - zu Detlef Schlüters Zeiten hieß sie ja noch Tortur der Ruhr, weil es damals noch sehr viel längere Strecken Boote schleppend zu überwinden galt und die Boote auch wesentlich schwerer waren als die heutigen.  

An der Ruhr sind einige Umtragestellen erleichtert worden, indem dort Bridgen aufgebaut worden sind. Es sind auch nicht mehr so viele Bootsgassen außer Betrieb.

Und auch wir haben uns verbessert. Zum einen haben wir seit einigen Jahren einen Bootswagen im Gepäck, den René den Paddlern abgeschaut und auf unsere Ruderbootgewichte angepasst hat, so dass wir die Boote gemütlich von der Aussetz- zur Einsatzstelle schieben können.

Zum anderen haben wir das Treideln an den Bootsgassen optimiert. Wir treideln jetzt mit zwei Booten kurz hintereinander in einer Bootsgassenfülllung. Und da wir auf der Ruhrfahrt nur mit zwei Booten unterwegs sind, sind wir jetzt sehr schnell im Unterwasser bereit zur Weiterfahrt.    

In diesem Jahr hatten wir natürlich auch optimale Bedingungen. Wir hatten absolutes Niedrigwasser, sodass wir hinter den Bootsgassen ganz bequem mit beiden Booten ablegen konnten.
Und es macht sich natürlich bemerkbar, wenn man nur Ruhrspezialisten in den Booten hat, die genau wissen, was an den Bootsgassen und Umtragen zu tun ist. 

Auch war es schön zu sehen, dass unsere Lieblings-Einkehrstellen nach dem Hochwasser der Ruhr vom letzten Jahr wieder im Einsatz waren, auch wenn die Küche manchmal noch nicht so ganz funktionierte.
Und das Schönste war, dass Stefan Ott uns das Bootsgespann von Witten nach Mülheim vorgefahren hatte, so dass Sven Winkhardt und ich nicht den ganzen Samstagabend noch mit Autoverholen und Bootstransport beschäftigt waren. 

Alles in allem eine sehr entspannte Sommerwanderfahrt trotz der logistischen Anstrengungen der Ruhr – aber eben keine Tortur mehr. 

Text: Wolfgang Wacke

Fotos: Birgitta Thaysen

 

 


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