XXL- Christi Himmelfahrt-Tour 2019

Das Experiment

Ein Experiment setzt sich aus folgenden Teilen zusammen: der Idee, der Planung, der Durchführung und dem Fazit.

Vorneweg, die Ziffern XXL beziehen sich nicht auf die Kleidergröße der Teilnehmer, sondern auf die Anzahl der Teilnehmer die noch nie zuvor so groß war. 

Die Idee:

Aufgrund der sehr hohen Nachfrage zu dieser Tour, wurde die Idee geboren man könnte, einen weiteren Teil der Unterkunft dazu buchen und somit mehr Personen als sonst die Teilnahme ermöglichen. Gedacht getan! Es wurde ein Kontingent von 101 Betten gebucht und somit konnten 89 Teilnehmer, darunter 25 Kinder und 5 Jugendliche teilnehmen. 

Die Planung:

Doch allein mit der Buchung von mehr Betten war es ja nicht getan. Die gesamte Logistik hinter dieser Tour musste größer gedacht werden als bisher.

Soweit es mir zu Ohren kam z. B. die Idee man könnte einen Kühlwagen mitnehmen um Lebensmittel, wie z. B. 5 Eimer Gulasch und vor allem 240 L Altbier kühl zu halten, während eines Spiels der Fortuna und wurde erstmal als Witz abgetan. Nun, es blieb nicht bei dem Witz. Somit machte sich am 29.05.2019 neben zwei Gespannen, beladen mit insgesamt 13 Booten, auch „Hansi“ mit auf den Weg nach Friesland. 

Womit wir schon bei dem Thema der Durchführung sind. Die Anreise gestaltete sich etwas schwieriger als gedacht, da die Ortsdurchfahrt, die auf direktem Weg zum Ziel geführt hätte, gesperrt war. Somit musste ein Umweg durch die nähere oder vielleicht sollte ich doch besser schreiben fernere Umgebung, in Kauf genommen werden.

Während den im Bulli der Germania sitzenden Mitfahrern, aufgrund der „Rundfahrt“ durch die wunderschöne Landschaft das Herz aufging, brachte diese Umfahrung das Blut des Bullifahrers jedoch etwas in Wallungen. 

Endlich angekommen wurden die Zimmer der wunderschönen Unterkunft Zeilschool de Veenhoop bezogen. Der restliche Tag klang zwischen glücklich tobenden Kindern, Würstchen vom Grill und – Hansi sei Dank- gut gekühltem Altbier gemütlich aus.

Das Wetter zeigte sich am 30.05.2019 leider nicht ganz von seiner besten Seite, sondern sorgte mit seinem doch recht kräftigen Wind dafür, dass leider keine Kielschweine mit ins Boot genommen werden konnten. Die Ruderer machten sich auf den Weg zur Schleuse, die letzten Endes dann doch nicht wie geplant die Tore öffnete, sodass ein anderer Weg nach Akkrum als geplant gerudert werden musste. 

Währenddessen unternahmen die an Land zurückgebliebenen andere Aktivitäten.

Wie zum Beispiel den Ausflug in ein in der Nähe gelegenes Spaßbad, welches mit seiner flussähnlichen Wasserrutsche für viel Spaß bei allen Teilnehmern sorgte, jedoch aber auch einen Ausflug ins Krankenhaus nötig machte. Wie es genau dazu kam, dass Klaus sich eine Platzwunde an der Lippe zuzog, wurde mir nicht genau überliefert (die Aussagen reichen von auf dem Bauch gerutscht, bis hin zu „was meinst du, wie der andere jetzt aussieht…“).

Weitere „Verletzungen“ zu denen es während der Tour kam, ließen sich aber zum Glück mit bunten Pflastern schnell versorgen und es konnte weitergespielt werden.

Erwähnenswert an dieser Stelle ist allerdings noch, dass einige Teilnehmerinnen von einem seltsamen Virus, dem Cordula-Grün-Auricula (lat. Ohrwurm) befallen wurden und weitere Teilnehmer damit infizierten. 

Am Freitag hatte sich der Wind etwas gelegt und die Ruderer konnten mitsamt Kielschweinen zur zweiten insgesamt ca.26,5 km langen Etappe aufbrechen. Der Weg führte durch schöne Kanäle, unter flachen Brücken hindurch, vorbei an mehreren Abzweigungen, die einzelne Boote kurzfristig als den richtigen Weg auserkoren. Diese Falschfahrer konnten jedoch rechtzeitig wieder eingefangen werden. Mittags wurde sich in Warten zum Mittagessen getroffen und der Kielschweinwechsel vorgenommen. Am Abend gab es dann den Run auf das sehr leckere Gulasch, anschließend wurde gemütlich am Kaminfeuer gequatscht. 

Der Plan für Samstag sah eine etwas kleinere Tour vor. Da die Truppe somit ja ca. 14h wieder an der Unterkunft zurück sein sollte, wurde keine Zeit für eine Mittagspause eingeplant. Es wurde bei schönem Wetter fleißig gerudert und für die an Land gebliebenen stand ein Ausflug zum Kinderborderij da Naturij an. Nachdem die Ruderer die 27,5 km lange Etappe mit einer „kurzweiligen“ Zeitverzögerung von ca. 2h hinter sich gebracht hatten, wurde zur ultimativen Wasserschlacht gerufen. Es fing mit kleinen Wasserpistolen an, steigerte sich aber schnell über Wasserflaschen bis hin zu Eimern. Am Ende blieben nicht wirklich viele Fahrtenteilnehmer trocken. 

Nachdem ein ganzer Berg Burger verputzt war, griff Ulla zur Gitarre und sorgte mit bekannten Klassikern für Unterhaltung.

Am 02.06.2019 stand am Vormittag nochmal eine Rudertour von ca. 13 km auf dem Plan, danach wurden die Boote auch schon wieder verladen und in der Unterkunft klar Schiff gemacht. Anschließend machten sich die Teilnehmer auf den Weg zurück nach Düsseldorf. 

Fazit:

Es war eine sehr schöne Tour. Die Bedenken, dass diese Tour zu groß ausfallen könnte, konnten getrost über Bord geworfen werden, was mit Sicherheit auch dem großen Engagement der Organisatoren zu verdanken ist.

Ich denke, ich darf hier im Namen aller Teilnehmer folgendes schreiben: 

Einen herzlichen Dank an die Küchencrew: Silke, Axel und Stefan!!! Sie haben sich als „Großküchenköche“ die Beine ausgerissen, um die riesige, hungrige Meute mit nicht nur reichlichem, sondern auch echt tollem Essen zu versorgen! 

Und natürlich danken wir den beiden Fahrtenleitern; Stephan und Rainer!!! Sie haben das ganz toll organisiert und viel Arbeit investiert, damit wir ein wunderschönes Wochenende erleben konnten. 

Nicht zu vergessen die vielen Heinzelmännchen, die vielleicht nicht groß in Erscheinung getreten sind aber im Hintergrund auch zum Gelingen dieser Fahrt beigetragen haben. 

Zu guter Letzt ein Dank an alle Teilnehmer ES WAR WUNDERSCHÖN MIT EUCH!

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Friesland 1


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