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Anfängerwanderfahrt auf der Lahn 24.- 26. April 2026

„Wir werden so einen Spaß haben!“ 

Gaby Köster

Diesem Versprechen folgend, machten sich am Freitagmorgen zwei Autos mit sieben Anfängerinnen und Anfängern auf den Weg zum Limburger Bahnhof, um dort auf die Fahrtenleitung und die Obmänner und -frauen zu treffen. Bei schönstem Sonnenschein stiegen wir in den Zug nach Wetzlar, um die Wanderfahrt zu starten. 

Unter der erfahrenen Anleitung der Obleute wurden die bereits am Vortag verladenen drei Boote zügig ins Wasser gelassen. Kurz nach dem Start erreichten wir die erste Schleuse, die wahrlich nicht die letzte sein sollte. Hoch motiviert sprangen die ersten zwei Lahn-Neulinge aus den Booten, um die Schotten zu bedienen.

Die Strecke bot neben einigen Schleusen beeindruckende Natur. So konnten einige Schwäne, Eisvögel, Bachstelzen und sogar eine Schildkröte entlang der Strecke beobachtet werden. Nach den ersten 26 Lahnkilometern erreichten wir das erste Etappenziel, den Ruderverein in Weilburg. Mit dem Zug ging es zurück nach Limburg, wo wir am frühen Abend die Zimmer in der Jugendherberge bezogen. Ein abendlicher Spaziergang führte uns in die Altstadt, wo Johannes uns ein Tisch in einer Pizzeria reserviert hatte. Erschöpft, aber glücklich fielen alle abends in ihre Stockbetten.

Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück wieder mit der Bahn nach Weilburg, wo wir auf Ruder:innen des Bonner Rudervereins trafen. 

Das Highlight des Tages wartete gleich am Start auf uns, wir durften mit den Booten den Weilburger Schifffahrtstunnel passieren. Das war schon ein einmaliges Erlebnis. Zusammen mit einigen Kanuten und einem Hund durchquerten wir die darauffolgende Doppelschleuse. Der Rest des Tages wurde dazu genutzt, dem ein oder anderen Anfänger das Steuer zu überlassen, was bei der ruhigen Lahn gegenüber dem „wilden“ Rhein auch viel Spaß brachte.

Nach knapp 26 Lahnkilometern erreichten wir kurz vor den Bonnern das Tagesziel Runkel. Um einen begehrten Platz in der Eisdiele zu ergattern, liefen die ersten Germanen vor, um Plätze zu reservieren, während die anderen die Boote im Gras entlang der Lahn ablegten. 

Nach der Eis-Pause passierten die Bonner unter dem kritischen Blick der Germanen den Ausgang der Schleuse in Runkel. Sie hatten sich im Gegensatz zu uns entschieden bis Limburg durchzurudern, während wir uns auf den Weg zum Bahnhof machten.

Abends kehrten wir in den Limburger Burgkeller ein, wo es für einige den ersten Spargel des Jahres gab. In geselliger Runde wurde bei Weißwein, Gespritzten und Kellerbieren Pläne für die nächsten Fahrten geschmiedet.

Am Sonntag stand leider schon die letzte Etappe der Anfängerwanderfahrt an. Nach dem Auschecken aus der Jugendherberge machten wir uns ein letztes Mal mit dem Zug zurück auf den Weg nach Runkel. Die erworbenen Kenntnisse durch Beobachtung der Bonner „Schleusenpassierung“ in Runkel wurden genutzt und erfolgreich angewendet: niemand ging über Bord und kein Boot kenterte.

Das letzte kurze Stück wurde noch einmal genossen, bevor die Boote nach knapp 11 Lahnkilometern am Ziel, im Schatten des Limburger Doms, aus dem Wasser genommen und auf den Hänger verladen wurde. 

Am frühen Sonntagabend trafen alle Wanderfahrer:innen in Düsseldorf ein, um im Club die Boote wieder zu reinigen und aufzuriggern. 

Ausgestattet mit einigen Blasen an den Händen und trockener Ersatzkleidung ging es wieder nach Hause. 

Fazit: Die Wanderfahrt war ein absolutes Träumchen. Das Wetter hat wunderbar mitgespielt und die Stimmung war top. Wir hatten oft mehr als Spaß und als Anfänger:in lernt man immer noch wieder neue Dinge hinzu.

Vielen Dank an Gaby für die großartige Organisation und Heike, Ingrid, Petra, Rene und Johannes für die tolle Begleitung!

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