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Europa zu Gast in München – Germania Düsseldorf mittendrin
Vom 23. bis 26. Juli ging es für unsere Masters-Gruppe zur Euro Masters Regatta nach München. Mit Alexander Fürst, Karsten Schroer, Gaby Zündorf, Larissa Mahlelis sowie Annabelle Agez und Isabell Hermann vom WSVD war eine starke Düsseldorfer Gruppe am Start – und Jan Loosen komplettierte das Team. Gemeinsam unterwegs, gemeinsam am Teamzelt und in vielen unterschiedlichen Bootsklassen auf dem Wasser: Genau das macht diese Regatta aus.
Viele starke Rennen von Gaby Zündorf
Sportlich setzte vor allem Gaby Zündorf ein Ausrufezeichen: Sechs Rennen gewann sie, dazu kamen drei zweite Plätze. Erste Plätze erreichte sie im Frauenachter C und D, im Frauenvierer mit Steuerfrau C, im Frauen-Doppelvierer C, im Mixed-Doppelvierer C sowie im Mixed-Achter E. Zweite Plätze folgten im Mixed-Doppelzweier E, im Mixed-Achter D und im Frauen-Doppelvierer AA–A.
Starke Düsseldorfer Starts
Auch Larissa Mahlelis und Isabell Hermann zeigten sich hervorragend eingespielt: Im Frauen-Doppelzweier A gewannen sie ihr Rennen. Im Frauen-Doppelzweier B und im Mixed-Doppelvierer B kamen zwei zweite Plätze hinzu. Im Mixed-Vierer saßen sie gemeinsam mit Alexander Fürst und Karsten Schroer im Boot. Alexander ging außerdem zweimal im Einer an den Start – im Männer-Einer D und C. Gemeinsam ergänzten Alexander und Karsten die Bilanz mit einem dritten Platz im Männer-Doppelzweier C. Annabelle Agez sammelte ebenfalls mehrere vordere Platzierungen: zweite Plätze als Steuerfrau im Männerachter G, im Frauen-Doppelzweier C und im Frauen-Doppelvierer AA–A sowie dritte Plätze im Frauen-Einer C und im Frauen-Doppelvierer B. Jan Loosen ging zweimal im Einer an den Start und erruderte im Männer-Einer B einen dritten Platz.
Mehr als eine Ergebnisliste
Neben den Ergebnissen bleibt vor allem das gemeinsame Erlebnis in Erinnerung: die Anreise mit Booten und Anhänger, das Teamzelt an der Strecke, die gegenseitige Unterstützung vor und nach den Rennen – und viele Begegnungen mit Ruderinnen und Ruderern aus ganz Europa.
Für mich war die Anlage selbst ein weiterer Höhepunkt. Die Olympia-Regattaanlage von 1972 ist eine weitläufige, charakteristische Holzbaukonstruktion: lange Wege, viel Platz für Boote, Teams und Zuschauer – und eine Strecke, auf der alles seinen Platz hat. Der Charme der Siebziger ist überall spürbar; die Organisation der Euro Masters funktionierte dennoch bemerkenswert reibungslos. Gleichzeitig zeigt die große Tribüne den Sanierungsbedarf deutlich; Teile waren während unseres Aufenthalts nicht in Betrieb. Gerade dieser Kontrast macht die Anlage so eindrucksvoll.
Eine besondere Geschichte schrieb Antoni Loosen: Als Schlachtenbummler radelte er allein in vier Etappen von Düsseldorf nach München und kam am Mittwochabend pünktlich an der Strecke an. In den folgenden Tagen unterstützte er die Masters-Gruppe von außen – ein Einsatz, der bestens zum Geist dieser gemeinsamen Reise passte.