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Moin – schon mal in Hamburg gerudert ? Nö - dann hast Du viel verpasst !

Vom 26.07. - 02.08. machten sich 11 Germaninnen und Germanen auf, um die verbor-genen Schätze von Hamburg vom Wasser aus zu entdecken. Unsere Fahrtenleiter Volker Domdei und Karin Heyse hatten ein richtig tolles Programm ausgearbeitet - obgleich in der Vorbesprechung vor schicksalhaften Begegnungen mit den wilden Gezeiten und dem Steckenbleiben im Schlick gewarnt wurde, die glücklicherweise alle nicht eingetreten sind.

Die „Eröffnungsfahrt“ von Bergedorf nach Hamburg hatte es in sich, denn nach der be-schaulichen Dove kamen wir auf die Elbe mit heftiger Ebbe-Strömung. Dazu führte sehr heftiger Gegenwind zu aufgewühltem Wasser, so dass gefühlt jede zweite Welle überschwappte. Dadurch wurde der Genuss, an Hafen-City und „Elphi“ vorbeizurudern ein wenig beeinträchtigt - gleichwohl alles sehr beeindruckend. 

Zum Ausgleich durften wir am Folgetag die kleinen idyllischen innerstädtischen Kanäle Hamburgs entdecken. Was für eine grüne Pracht in einer Millionenstadt - vorbei an gepflegten Gärten noch gepflegterer Villen und geschützt vor der Sonne durch ein grünes Dach der großen Bäume. Immer unter der besonderen Obacht unserer Steuerleute, denn es war eng, ging auch mal rechtwinklig um die Ecken und „Straßenschilder“ gab es keine.

Am Folgetag sollte es nach Buxtehude im Alten Land gehen. Buxtehude – da war doch was? Ja, dort waren „Hase und Igel“ zu Hause. - Du erinnerst Dich?

Und ganz so wie im Märchen erging es uns auch, denn wichtig war, mit der Ebbe und vor der Flut am vorbestimmten Zielort zu sein. Denn das Flüsschen Este, dass von der Elbe ins Alte Land führt, ist stromauf nur mit der Flut zu befahren und logischerweise stromab nur der der einsetzenden Ebbe - ansonsten nur Schlick pur bis zur Strommitte der Elbe. Dank der fürsorglichen Fahrtenleitung wurde alles minutiös geplant und durchgeführt. 

Die Elbe-Tour selbst war höchst interessant - mit der Ebbe an den Landungsbrücken „innen“ vorbei, sehr zu Unwillen einiger Barkassenkapitänen, bis nach Blankenese, dem noblen Vorort mit den alten Kapitänshäusern. Dort mussten wir auf die Flut warten, um dann überzusetzen und in die sehr schmale Este hineinzufahren. Dass die Fischbrötchen hier sehr viel teurer sind als in Hamburg, versteht sich von selbst.

Die Boote blieben in Buxtehude und am nächsten Tag holten wir sie wieder ab und machten die ganze Tour wieder zurück. Die hochsommerlichen Temperaturen führten dazu, dass der Sand des Elbstrands in Blankenese so heiß war, dass man barfuß nur mit Schmerzen vorankam. Die Fischbrötchen kosteten allerdings dasselbe wie am Vortag…

Tag 5 diente der Erholung und dem Bedürfnis, Hamburg in Ruhe vom Wasser aus zu genießen und die imposanten  Gebäude und bedeutenden Hotels in Augenschein zu nehmen (leider war Udo L. wohl nicht zu Hause). Und wer kennt schon den „Feenteich“, der an der Außenalster eine sehr beschauliche Ausbuchtung bildet und zu guten Stube Hamburgs zählt - wir schon!

Tag 6 bildete dann den Höhepunkt - eine Tour durch die Speicherstadt mit ihren schmalen Flehten und den hohen imposanten Backsteinhäuser, die früher als Lagerräume dienten, vorbei am legendären „Miniaturwunderland“ und den tiefen Bässen der Musikbeschallung des CSD, begleitet von vielen Touristen, die ganz neidisch von den vielen Brückchen ihre Fotos von uns machten. - Und so ging eine ganz besondere Woche in Hamburg ruderisch zu Ende – nachmittags Boote putzen und verladen.

Und das Fazit?

Was für eine wassersportfreundliche Großstadt - unzählige Optionen für StandUpPaddler Kanuten, Ruderer, Segler und Tretbootfahrer auf so vielen Wasserwegen mit so viel Grün -  beneidenswert. !

Wir alle durften an einer Wanderfahrt der besonderen Klasse teilhaben. Es passte alles -

tolles Kartenmaterial, spektakuläre Ziele, vorbestellte Tische für die Mittagsrast und nicht zuletzt eine stattliche Sammlung von Handynummern der diversen Schleusenwärter und Hafenmeister.

Die sehr gute Vorbereitung und empathische Durchführung trug die harmonische Truppe über 7 Tage hinweg voller Freude und Tatendrang. Wie schön, dass unser Hotel nur 80 m vom Alster Ruderverein Hanseat entfernt war. Ein Ruderverein, der uns sehr sehr herzlich aufgenommen  und uns während der ganzen Zeit seine Räumlichkeiten nebst Küche und Geschirr überlassen hat - vielen Dank, dass wir unsere Mahlzeiten dort zubereiten und verzehren durften. 

Anerkennung auch an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer für ihr unbedingtes Einbringen in die Gemeinschaft - egal ob der Kaffee am Morgen, der Einkauf für alle, der Landdienst mit Busfahrten, die Speiseplan-Ausgestaltung und nicht zuletzt die überraschenden Kochkünste, die allabendlich für Begeisterung sorgten - ihr ward Spitze !!

Und wer hat uns das alles „eingebrockt“?

Volker Domdei und Karin Heyse - Chapeau

 

 

 


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