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RCGD - ein Bund für’s Leben

Am 1. Juli 2000 sagte Paul Grant ja, zum Ruderclub Germania Düsseldorf. Mit 36 Jahren fand er die Liebe zum Rudern verhältnismäßig spät, aber das geht auch heute noch vielen so, wenn sie den Wassersport nicht als Kind schon zum Beispiel über das Schülerrudern oder Freunde entdeckt haben. Trotz beruflich bedingten Wegzug in den Norden ist er bis heute Mitglied im RCGD.

Nach Düsseldorf kam der gebürtige Dürener 1989 zum Studium der Elektotechnik. Im beruflichen Leben machte ein Praktikant das Rudern für ihn schmackhaft, der meinte, wie schön, wie toll Rudern doch sei. Das Vereinsleben kannte Paul Grant gut. „Ich bin im Dürener Turnverein sozialisiert worden. Meine Eltern hatten ihre Posten, ich war dort mal Jugendwart.“ So kam er über eine Anzeige in der Zeitung zur Germania und lernte unter Andrea Schroers das Rudern, direkt auf dem Rhein, eine harte Schule, wie er sich erinnert. „Man musste hart im Nehmen sein“. Er machte Anfängerfahrten bei Jörg Bramer mit, es folgten viele weitere Fahrten, bald auch von ihm selbst angeleitet.

Nach längerer Selbstständigkeit fand Paul Grant eine Anstellung in Hamburg. Dort trat er in den Alster-Ruderverein Hanseat ein, mit deutlich weniger Mitgliedern, das gefiel ihm aber gut, eine Auswahl an großen Vereinen hätte es genug gegeben. Auch dort leitete er Fahrten, integrierte sich bestens. 2016 zog er schließlich privat bedingt nach Flensburg. Rudern sollte weiterhin Lebensinhalt bleiben, mit dem RCGD, mit dem Hanseat - und ein weiterer Verein kam hinzu. Und er wurde nochmals kleiner. Der Flensborg Roklub der Dänischen Minderheit mit 120 Mitgliedern, davon etwa 20 aktiven Ruderern – denn der Flensburger Ruderclub war ihm zu groß. Mit der Sprache und den Kommandos an Bord machte er sich schnell vertraut, er lebte sich auch hier gut ein. Teils wird in Flensburg in Coastalbooten gerudert, wovon er sich sogar eines selber gebaut hat und im Verein liegen hat, mal steigt er auch ins Skiff. Mindestens jeden Sonntag ist er am Club. Gerudert wird meistens in Richtung dänischer Grenze, die nur zwei Kilometer entfernt ist, etwa 20 Kilometer weiter ist die clubeigene Hütte ein beliebtes Ziel. Windbedingte Ausfälle gibt es kaum, es sei denn der Ostwind bei Stärke 5 und mehr mit seinen hohen Windwellen ist einfach zu unangenehm.

Dank seines frühen wohlverdienten Rentendaseins kann er seine Leidenschaft voll auskosten. Wenn er nicht auf der Ostsee rudert, Fahrten in Europa mitmacht oder Fahrten leitet erkundet er mit seiner Lebensgefährtin Monika zum Beispiel schwedische Gewässer. Sie im Kajak, er im Ruderboot, eine gute Kombination zum gemeinsamen Wassersporttreiben. Auch Fahrten mit dem RCGD macht er nach wie vor mit, leitet sie teilweise sogar noch. Zum Beispiel die erstmals in Istanbul stattgefundene Fahrt. Angeschoben von Hermann Höck, zu der Paul Grant noch eine enge Verbindung hat, haben sie diese gemeinsam entwickelt, sodass sie vor gut einem Jahr stattfinden konnte. Ruderinnen und Ruderer aus Istanbul waren wiederum bereits beim Rheinmarathon zu Gast. Diesen lässt sich der 62-jährige RCGDler natürlich auch nicht entgehen. Seit 2001 mit nur einem Jahr Ausfall nimmt er am Marathon teil, freute sich schon mehrfach über den Medaillengewinn in verschiedenen Kategorien. Verlässlich ist er zudem bei der Herrentour Zernsdorf dabei. 

Die Verbindung nach Düsseldorf bricht also nicht ab, immer wieder ist er in Düsseldorf, hin und wieder auch zum Karneval. Der Kontakt hält über die Jahre hinweg bis heute zu vielen Germaninnen und Germanen. Auch hilft er mal, wenn für den Fari Cup in Hamburg Steuerleute fehlen. Da kann er noch auf die Kontakte zu Hanseat zurückgreifen, wo er selbst zehn Jahre Steuerleute ausgebildet hat. Informiert ist der Germane im hohen Norden dank Newsletter, Homepage und der Clubzeitung, die er immer gerne durchblättert. „Ich bin damals gut aufgenommen worden und hatte im Verein viel gute Zeit.“ Heute schätzt er nach wie vor die gute Zeit mit den Germanen, ob in Düsseldorf oder woanders in der Ruderwelt. Der RCGD-Bund begleitet ihn also weiterhin.

Wer Lust bekommen hat, sich von Flensburg auf die Ostsee auf den Weg zu machen und vielleicht sogar mal in der Hütte zu übernachten, der bekommt Tipps und Unterstützung von Paul Grant.

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