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Tagesfahrt auf der Maas 2026
Als ich in der Anfängergruppe die Einladung zur eintägigen Wanderfahrt rund Roermond las, packte mich sofort die Neugier. Kurze Anfahrt, mögliche Badestopps und landestypische Verpflegung klangen nach dem perfekten Einstieg in die Welt des Wanderruderns. Und genau das wurde es auch – ein Tag voller neuer Erfahrungen und bester Stimmung.
Als Wanderfahrt-Neuling war für mich schon die Vorbereitung echtes Neuland. Gleich vier Boote mussten auf den Hänger verladen werden. Mein erster, stiller Gedanke: „Vier Boote verladen? Das dauert doch ewig!“ Doch weit gefehlt - Ein emsiges Treiben wie in einem eingespielten Ameisenhaufen. Jeder Handgriff saß und erstaunlich zügig war alles verladen und abfahrbereit Richtung Niederlande.
Dort angekommen hieß es dann wieder: Rolle rückwärts! Alles musste vor Ort entladen und zusammengebaut werden. Beim anschließenden Slippen kamen direkt die Wasserschuhe zum Einsatz und schon ging es los gen Schleuse, die Ufer von Anglern gesäumt.
Die Schleuse verlangte uns erst einmal ordentlich Geduld ab. Eine gefühlte Ewigkeit lagen wir vor der Schleuse und wunderten uns, was da so lange dauern kann, denn wir sahen ja, dass die Boote von der anderen Seite schon in der Schleuse lagen. Ein Glück, dass der Himmel bedeckt war – weder brutzelte uns die Sonne auf den Kopf, noch mussten wir frieren.
Als wir dann endlich einrudern konnten, zusammen mit ein paar Motorbooten wurde schnell klar, was zur Wartezeit geführt hatte: In der Schleuse durfte man nur an einer Seite anlegen. Die Kommunikation mit der Schleusenwärterin war nicht ganz optimal und so dauerte es bis sich alle Motorboote an die richtige Seite verholt hatten.
Nach einer ganzen Weile schlossen sich also endlich die Tore und wir wurden hochgeschleust.
Nach dem Ausfahren aus der Schleuse meldete sich prompt der Magen: Gefühlt war es längst Mittagszeit und wir hatten bislang kaum gerudert und der See samt Badestrand war noch nirgends in Sicht. Also hieß es erstmal weiterrudern. Hinter der Schleuse war dann auch etwas mehr Sportbootverkehr, eine bunte Mischung aus Motorbooten, motorisierten Flößen und ein paar Seglern.
Kurz vor unserem Strandanleger gab es dann noch einen Motivationsschub der besonderen Art: Eine Horde feiernder Menschen entdeckte unsere Flotte und feuerte uns lautstark von Land an. Pünktlich zur Mittagspause am Strand verzogen sich die Wolken und die Sonne ließ sich blicken – perfektes Timing für die verdiente Stärkung.
Frisch gestärkt machten wir uns auf den Rückweg. Diesmal hatten wir die Schleuse ganz für uns und das Schleusen ging deutlich schneller. Zurück an der Slipanlage wurde es noch einmal richtig wuselig. Wir teilten uns die Rampe mit einpackenden SUP-Fahrern und rausfahrenden Anglern. Als alle Boote wieder sicher auf dem Hänger verzurrt waren, folgte das verdiente kulinarische Highlight: Pommes für alle.
Flugs ging es zurück nach Düsseldorf. Am heimischen Clubhaus wurden wir beim Ausladen sogar mit Musik begrüßt. Mit dem Einbruch der Dunkelheit war das letzte Boot geputzt und verstaut.
Eine rundum gelungene Wanderfahrt mit unglaublich vielen, bunten Eindrücken, tollen Leuten und einer super Organisation. Ein riesiges Dankeschön an die beiden Organisatoren!