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Wanderfahrt auf der Maas – Rudern wie Gott in Belgien
Nachdem die Fahrt aufgrund geringer Anmeldezahlen zunächst abgesagt werden musste, konnte sie nach kleineren organisatorischen Anpassungen dennoch stattfinden. – Ein Glück, denn die Ruderinnen und Ruderer wurden mit landschaftlichen Eindrücken wie zwischenmenschlichen Begegnungen belohnt.
Pünktlich zur Wanderfahrt auf der Maas kletterten die Temperaturen in Richtung der 30°-Marke und die Maas, eingebettet in ihrem von zahlreichen Felsen gesäumten Tal, präsentierte sich als Postkartenmotiv. Auf unserer zweitägigen Tour ruderten wir den malerischen Abschnitt von Heer an der belgisch-französischen Grenze bis Wépion, der nicht nur durch seine Landschaft besticht, sondern auch durch den Umstand, dass im Gegensatz zur vorjährigen Wanderfahrt auf der Maas alle Schleusen auf dem Wasserweg passiert werden konnten und nicht umgetragen werden musste – man lernt dazu.
Einen Zwischenhalt auf der Strecke legten wir in Anseremme bei Dinant ein, wo wir Quartier bezogen. Dinant lud unsere Gruppe nach der ersten Etappe am Samstag zur Einkehr in einer Brasserie und später am Abend in eine Bar am Ufer der Maas ein, bevor am Sonntag die zweite Hälfte der Strecke in Angriff genommen wurde. Auch die zweite Etappe bot spiegelglattes Wasser und ein herrliches Panorama. Die Maas führte uns vorbei am sagenumwobenen Bayard-Felsen in Dinant, der der Legende nach durch einen Hufschlag des Pferdes Bayard gespalten wurde. Ob Bayard seine Kraft auch auf das Stemmbrett hätte übertragen können, ist nicht überliefert. Fest steht aber, dass die vorgetragenen historischen Kenntnisse die Fahrt bereicherten. Danach wechselten sich weitere Felsformationen mit zahlreichen Châteaus und Landhäusern ab. Im Garten eines solchen wurde den Ruderinnen und Ruderern sogar gestattet ihr mittägliches Picknick abzuhalten. Die Fahrt endete in Wépion beim Royal Club Nautique de Sambre et Meuse und selbstverständlich war vor der Heimfahrt noch ein Augenblick Zeit für eine Portion Fritten. Die aus dieser Region bekannten Erdbeeren konnten zu dieser Tageszeit leider nicht mehr erworben und probiert werden. Vielleicht ein Grund mehr Wépion noch einmal zu besuchen.
Abschließend möchte ich allen danken, die teilgenommen haben und sich von der einstigen Absage der Wanderfahrt nicht haben beeindrucken lassen und mit ihrem Engagement zum Gelingen dieser Fahrt beigetragen haben. Ein besonderer Dank gilt darüber hinaus Service public de Wallonie SPW Mobilité et Infrastructures, Royal Club Nautique de Sambre et Meuse für die Unterstützung dieser Fahrt und die große Gastfreundschaft, die wir erfahren durften, und Ralph und Claudine, die unsere Fahrt an Land begleitet und uns logistisch wie mit ihren Ortskenntnissen und ihrer charmanten Art unterstützt haben.
Sebastian Mathar